Archiv der Kategorie: Bücher

Über Vergebung – Carmen Sylva: „Seelengespräche“ (Andachten)

„Es scheint fast übermenschlich, zu verzeihen, was uns zu Bettlern gemacht, an Leib oder Seele. Unser erstes Gefühl ist Rache. Wir bedenken dann nicht, dass die Rache uns das Verlorene dennoch nicht zurückgibt und nichts in uns zurücklässt, als ein Gefühl der Reue und Zerknirschung, da wir uns den Tieren gleich gemacht.
Wie manches würde sein Gift verlieren und seinen Schmerz, wenn wir uns selbst ganz vergessen könnten und dem anderen vergeben!
Es gibt Dinge, die sich wirklich wieder ausmerzen ließen, wenn man nur ernstlich wollte, wenn man nicht Mauern zwischen sich aufrichtete und sein Herz gewaltsam verschlösse, indem die alte Liebe so gern wieder aufwachen möchte mit dem Sehnen nach Versöhnung und nach einem freundlichen Worte. Wie selten geschieht das Böse um des Bösen willen! Es geschieht aus Verblendung, aus Leidenschaft, aus Genusssucht, aus Selbstsucht, aus Schwäche. Und wenn wir uns und unser Leiden nicht beachten, so würden wir milde sein und ergründen, warum es geschehen, und Nachsicht haben für des Bruders Sünde. Wie vieles entschuldigen wir, wenn es uns nicht getroffen!
So entschuldige doch, was dich verletzt! Dann erst bist du des Christentums wert!“

Auszug aus Carmen Sylva: „Seelengespräche“, 9. Andacht: Vergebung.

***

Carmen Sylva, Seelengespräche. Andachten der Elisabeth zu Wied, Königin von Rumänien (1843-1916). Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Silvia Irina Zimmermann, Edition Noema, Stuttgart: Ibidem-Verlag, 2020, 271 Seiten, ISBN: 978-3-8382-1418-4.

Carmen Sylva Biografien mit Fotografien aus dem Fürstlich Wiedischen Archiv Neuwied

Das Bild ergänzend: die beiden Biografien zu Carmen Sylva mit zahlreichen historischen Fotografien aus dem Fürstlich Wiedischen Archiv in Neuwied, die im Ibidem-Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich sind.

Aber im Grunde ist es ein unerschöpfliches Thema, denn je nach Kontextualisierung und Neuerschließung von Archivmaterialien, tritt etwas Neues, Überraschendes und Interessantes zum Vorschein über Leben, Werk und Wirken der ersten Königin von Rumänien, Elisabeth zu Wied (1843-1916), die zu ihrer Zeit auch als Schriftstellerin Carmen Sylva weltweit bekannt wurde.

Und harmonisch schließt sich für mich der Kreis über einer Zeitspanne intensiver Beschäftigung mit Carmen Sylva – von der ersten von mir ins Deutsche übersetzten Biografie mit Buchvorstellung und Lesung im Rumänischen Kulturinstitut in Berlin im Januar 2012 und bis zum Vortragsabend mit Vorstellung der selbst verfassten Bildbiografie, der am 11. Juni 2020 am selben Ort, im selben Institut, über selbige faszinierende Frau stattfinden wird.

Ich freue mich auf Berlin im Juni!

Details zur Veranstaltung im Rumänischen Kulturinstitut in Berlin:
http://sizimmermann.de/blog/2020/02/rki-berlin-2020/

Die beiden Biografien Carmen Sylvas im Ibidem-Verlag :

Silvia Irina Zimmermann: „Die Feder in der Hand bin ich eine ganz andre Person.“ Carmen Sylva (1843-1916). Leben und Werk. Mit einem Vorwort von I.D. Isabelle Fürstin zu Wied.
Schriftenreihe der Forschungsstelle Carmen Sylva/ Fürstlich Wiedisches Archiv, Band 8, Stuttgart: ibidem-Verlag, 2019, 434 Seiten, ISBN: 978-3-8382-0815-2.

https://www.ibidem.eu/de/reihen/geschichte/schriftenreihe-der-forschungsstelle-carmen-sylva-fuerstlich-wiedisches-archiv/die-feder-in-der-hand-bin-ich-eine-ganz-andre-person-carmen-sylva-1843-1916-leben-und-werk.html

Gabriel Badea-Păun: Carmen Sylva. Königin Elisabeth von Rumänien – eine rheinische Prinzessin auf Rumäniens Thron. Ins Deutsche übertragen und mit einem Nachwort zur Literatur Carmen Sylvas von Silvia Irina Zimmermann. Vorwort von S.D. Carl Fürst zu Wied.
Stuttgart: ibidem-Verlag, 2011, 408 Seiten, ISBN 978-3-8382-0245-7.

https://www.ibidem.eu/de/carmen-sylva-koenigin-elisabeth-von-rumaenien-eine-rheinische-prinzessin-auf-rumaeniens-thron.html

Weitere neuere Beiträge und Veröffentlichungen zu Carmen Sylva in Kooperation mit dem Fürstlich Wiedischen Archiv Neuwied:

– auf der Website der Forschungsstelle Carmen Sylva des Fürstlich Wiedischen Archivs:
http://www.carmensylva-fwa.de/

– und auf meiner Website: Silvia Irina Zimmermann: Bücher, Artikel & Vorträge, Übersetzungen
http://www.sizimmermann.de/

Carmen Sylvas Andachten in einer neuen Leseausgabe

„Der den Gedanken nicht geboren hat, ist geschickter, ihn auszuführen; und der Sohn, den du aufgegeben, ist in einer anderen Welt ein angesehener Mann. Demütigungen werden uns nicht erspart, auch dem treusten Haushalter und bravsten Gärtner nicht, auch dem größten Genius nicht, der stets wieder an seine schwache Menschlichkeit erinnert wird, wenn seine Gedanken ihn der Göttlichkeit nahe gebracht. Aber eben dann heißt es: Nicht verzagen, nicht hoffnungslos werden! Nicht nachlassen!“

(Aus der „15. Andacht: Der Baum des Lebens“)

Carmen Sylva: Seelengespräche. Andachten der Elisabeth zu Wied, Königin von Rumänien (1843-1916). Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Silvia Irina Zimmermann, Edition Noema, Stuttgart: Ibidem-Verlag, 2020, 271 Seiten, ISBN: 978-3-8382-1418-4.

***
Carmen Sylva, geborene Prinzessin Elisabeth zu Wied und ab 1881 die erste Königin von Rumänien (1843-1916), veröffentlichte zahlreiche literarische Werke – Gedichte, Theaterstücke, Märchen, Erzählungen, Aphorismen, Essays und Romane – die von 1880 bis 1916 weltweit ein breites Publikum fanden. Der Band „Seelengespräche“ enthält religiöse Texte, die die Königin im Jahr 1884 ihrer Mutter, Fürstin Witwe Marie zu Wied, zum 59. Geburtstag in einer gebundenen Handschrift mit der Widmung schenkte: „Meiner Mutter, meinem Religionslehrer und Vorbild auf dem Erdengange“. Der Band erschien als Buch zuerst 1888 in rumänischer Übersetzung in Rumänien und im Jahr 1901 in einer ersten und bisher einzigen deutschen Auflage. Diese Neuauflage der „Seelengespräche“ von 2019 enthält den gesamten Originaltext der Erstauflage sowie ein Nachwort zum Leben und Werk Carmen Sylvas.

Die Herausgeberin Silvia Irina Zimmermann veröffentlichte mehrere Bücher über die dichtende Königin. Sie ist Initiatorin und Leiterin der Forschungsstelle Carmen Sylva des Fürstlich Wiedischen Archivs in Neuwied.

***
„Diese kleinen Andachten schrieb ich für den Hausgottesdienst meiner Mutter, wenn sie nicht kräftig genug, eine wirkliche Predigt zu lesen.“
Carmen Sylva (Widmung in der deutschen Erstausgabe von 1900)

Poveştile Reginei Elisabeta (Carmen Sylva). Ediţii româneşti de Silvia Irina Zimmermann

Poveştile Reginei Elisabeta a României (Carmen Sylva), soţia Regelui Carol I al României
Ediţii româneşti îngrijite de Silvia Irina Zimmermann

„Poveştile Peleşului“
Bucureşti: editura Corint, colecţia Istorie cu blauon, 2016, ediţia a II-a adăugită 2018
Ediţie îngrijită şi postfaţă de Silvia Irina Zimmermann.
Cuvânt-înainte la ediţia a II-a de ASS Principesa Isabelle de Wied.
Traduceri de Dimitrie A. Sturdza, Romaniţa Constantinescu, Elena Radu Rosetti, Silvia Irina Zimmermann.
Fotografii de epocă din Arhiva Princiară de Wied şi din colecţia personală Silvia Irina Zimmermann.

Cuprins:
Cuvânt-înainte (la ediţia a II-a) de ASS Principesa Isabelle de Wied
Dedicaţia Reginei Elisabeta (Carmen Sylva) în versuri: Copiilor.
Poveştile Peleşului: Peleşul, Vârful cu dor, Furnica, Piatra Arsă, Jepii, Caraimanul, Peştera Ialomiţei, Omul, Valea Cerbului, Cetatea Babei, Piscul Câinelui, Ceahlăul, Valea Rea.
Povestea autobiografică: Robia Peleşului
Album: Perechea regală Carol I şi Elisabeta la Castelul Peleş
Postfaţă de Silvia Irina Zimmermann : Farmecul Regatului îndepărtat. Cultura popularã românească în opera literară a Reginei Carmen Sylva.
Notă asupra ediţiei

Detalii despre carte: http://sizimmermann.de/blog/2019/03/carmen-sylva-povestile-pelesului-editie-de-silvia-irina-zimmermann/

„De prin veacuri” Povestiri istorice şi legende populare pentru copii.
Bucureşti: editura Humanitas, 2018.
Ediţie îngrijită, prefaţă şi traduceri de Silvia Irina Zimmermann.

Cuprins:
Prefaţă de Silvia Irina Zimmermann: „Istoria popoarelor este povestea luptelor“.
Notă asupra ediţiei.
Povestiri istorice de prin veacuri: Mama lui Ştefan cel Mare, În Vrancea, Pietrele Doamnei, Petru Cercel, Constantin Brâncoveanu, Stai! Cine-i acolo?
Din legendele românilor (traduceri din germană de Silvia Irina Zimmermann): Cum a găsit Alecsandri baladele. O întâlnire cu Regina Carmen Sylva la Castelul Peleş
Balade populare culese de Alecsandri: Oprişan, Movila lui Burcel, Bogdan, Meşterul Manole şi Mănăstirea Argeşului
Puiu – visul unui mare viitor. O poveste alegorică a istoriei României

Detalii despre carte: http://sizimmermann.de/blog/2019/03/carmen-sylva-de-prin-veacuri-editie-de-silvia-irina-zimmermann/

„Domnul Pulcinel”. O poveste a Reginei Elisabeta a României (Carmen Sylva) cu ilustraţii de André Lecomte du Noüy.
Bucureşti: editura Vremea, 2017.
Ediţie îngrijită şi postfaţă de Silvia Irina Zimmermann.
Fotografii din colecţia personală Silvia Irina Zimmermann şi din Arhiva Princiară de Wied.

Cuprins:
Povestea în patru limbi (română, germană, franceză, engleză): Domnul Pulcinel, Monsieur Hampelmann, Monsieur Polichinelle, The Story of Mr. Jumping Jack
Facsimilele paginilor ediţiei princeps în scrisul olograf al Reginei Elisabeta cu ilustraţii de André Lecomte du Nouy
Postfaţa de Silvia Irina Zimmermann: Domnul Pulcinel – o poveste a Reginei Elisabeta a
României ilustrată de André Lecomte du Noüy (Jean-Jules-Antoine sau André Lecomte du Noüy? Identitatea ilustratorului poveștii „Monsieur Hampelmann” ; Prietenia Reginei Elisabeta cu André Lecomte du Noüy, arhitectul Casei Regale a României. Mărturii din scrisorile Reginei Elisabeta; O regină, un exil și o poveste despre devotament și răsplată)

Detalii despre carte: http://sizimmermann.de/blog/2019/03/carmen-sylva-domnul-pulcinel-editie-de-silvia-irina-zimmermann/

 

Carmen Sylva: „De prin veacuri” (ediţie de Silvia Irina Zimmermann)

Regina Elisabeta a României (Carmen Sylva): „De prin veacuri” Povestiri istorice şi legende populare pentru copii.
Bucureşti: editura Humanitas, 2018.
Ediţie îngrijită, prefaţă şi traduceri de Silvia Irina Zimmermann.

Cuprins:
Prefaţă de Silvia Irina Zimmermann: „Istoria popoarelor este povestea luptelor“.
Notă asupra ediţiei.
Povestiri istorice de prin veacuri: Mama lui Ştefan cel Mare, În Vrancea, Pietrele Doamnei, Petru Cercel, Constantin Brâncoveanu, Stai! Cine-i acolo?
Din legendele românilor (traduceri din germană de Silvia Irina Zimmermann): Cum a găsit Alecsandri baladele. O întâlnire cu Regina Carmen Sylva la Castelul Peleş; Balade populare culese de Alecsandri: Oprişan, Movila lui Burcel, Bogdan, Meşterul Manole şi Mănăstirea Argeşului
Puiu – visul unui mare viitor. O poveste alegorică a istoriei României
http://www.sizimmermann.de/buch/deprinveacuri.htm

„În nordul Moldovei se află o proprietate regească, căreia îi zice Broşteni. Acolo se mai găsesc şi acum păduri în care n-a pătruns încă toporul, în care deabia a pătruns câte un om.
Una din excursiunile cele mai frumoase ce ar putea face cineva este să meargă cu pluta din Transilvania prin Dorna, Broşteni, Hangu până la Piatra în jos pe Bistriţa care, îngustată între două stânci înalte şi umbrită de fagi şi brazi uriaşi, şerpuieşte înainte cu limpedele-i unde. Pe acolo coboară zilnic sute de plute care trec din Bistriţa în Siret, spre Galaţi, unde lemnele sunt lucrate într-unul din cele mai mari fierăstraie cu abur ale Europei, pe urmă încărcate pe Dunăre, de unde iau drumul spre Panama, pentru ca să fie întrebuinţate acolo în construcţia canalului.
Ţăranii sunt nespus de frumoşi, înalţi şi bine făcuţi, cu părul negru, cu nasul drept, cu ochii adânci şi căprui ori negri. Ei coboară torentul limpede, cârmuind plutele cu mare dibăcie; sunt îmbrăcaţi cu cămăşi albe, cu pieptare cusute cu flori şi au căciuli albe or pălării largi de pâslă cu marginile împodobite tot cu flori. Uneori, la căderile de apă prin care trebuie să treacă, partea dinainte a plutei se cufundă într-atât, încât omul care stă în faţă ajunge în apă până la brâu. Dar rămâne atât de nemişcat şi de nepăsător, ca şi cum nu s-ar fi întâmplat nimic. Ochii săi pândesc depărtarea şi fluviul cel repede şi n-au vreme nici măcar să arunce o privire asupra hainelor muiate.
Ori de câte ori se deschide câte o vale de-a curmezişul, de lasă să se arunce câte un pârâu spumegând în Bistriţa, de o parte se înalţă peste grămada de copaci Ceahlăul, de altă parte Pietrele Doamnei, ca şi turlele unei biserici gotice. Excursiunea aceasta este într-adevăr minunată, şi oricine a trecut peste munţi călare şi s-a întors pe plută a rămas încântat.
Dar în anul 1538 locurile acestea nu erau aşa frumoase şi vesele ca acum. Pe Bistriţa nu mai coborau plute, căci din vale urcau zgomote de arme. Femeile şi copiii fugeau de prin sate de se ascundeau în pădurile cele mai dese, căci strigătul de groază: „Vin turcii!“ zbura din loc în loc. …” (fragment din povestirea „Pietrele Doamnei”).

Cartea „De prin veacuri” pe pagina editurii Humanitas:
http://www.humanitas.ro/humanitas/de-prin-veacuri