Buchpräsentation: „Carmen Sylva. Leben und Werk“ (Roentgen-Museum Neuwied)

Herzliche Einladung zur Präsentation einer neuen Biografie über Carmen Sylva (geborene Elisabeth zu Wied, erste Königin von Rumänien, 1843-1916) im Roentgen-Museum Neuwied am Donnerstag 17. Oktober 2019, 18:30 Uhr:

Silvia Irina Zimmermann: „Die Feder in der Hand bin ich eine ganz andre Person.“ Carmen Sylva (1843-1916). Leben und Werk. Mit einem Vorwort von I.D. Isabelle Fürstin zu Wied. Schriftenreihe der Forschungsstelle Carmen Sylva/ Fürstlich Wiedisches Archiv, Band 8, Stuttgart: ibidem-Verlag, 2019, 434 Seiten, 370 Abbildungen (davon 25 farbig), ISBN: 978-3-8382-0815-2.

Es sprechen:
I.D. Isabelle Fürstin zu Wied
Museumsdirektor Bernd Willscheid

Lichtbildervortrag: Dr. Silvia Irina Zimmermann: Carmen Sylvas Leben und Werk in Bildern, Selbstzeugnissen und neu erschlossenen Dokumenten

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Die rheinische Prinzessin Elisabeth zu Wied wurde 1869 durch Heirat mit dem Hohenzollernprinzen und Fürsten Carol I. von Rumänien Fürstin und ab 1881 erste Königin von Rumänien. Beflügelt von dem Missionsgedanken, Landes­mutter, Wohltäterin und Mittelpunkt eines geistreichen, künstlerischen Hofes zu sein, selbst künstlerisch und insbesondere schriftstellerisch tätig, erreichte sie als dichtende Königin Carmen Sylva eine Berühmtheit, die für Königsge­mahlinnen höchst ungewöhnlich war. Die Schattenseiten ihres Lebens auf dem Thron waren die gefühlte Unsicherheit ihrer Position am Hof aufgrund ihrer Kinderlosigkeit, eine dreijährige Verbannung, nachdem sie sich in die Heirats­politik des Thronfolgers eingemischt hatte, und der Macht- und Bedeutungs­verlust mit dem Auftritt ihrer Nachfolgerin auf dem Thron, der englischstäm­migen Kronprinzessin Maria, die bald als Mutter der Dynastie, „Königin aller Rumänen“ und Schriftstellerin verehrt wurde und so die Erinnerung an die erste Königin und Dichterin Carmen Sylva allmählich verblassen ließ.

Zeitgenössische Persönlichkeiten und mehrere Biografen haben versucht, die schillernde, facettenreiche und manchmal widersprüchliche Persönlichkeit Carmen Sylvas zu fassen. Ergänzend dazu greift diese Biografie neu erschlos­sene Archivquellen und Dokumente auf, insbesondere den privaten Brief­wechsel des Königspaares Elisabeth und Carol I. von Rumänien aus den Jahren 1869 bis 1913. Darin werden bislang unbekannte Selbstaussagen Carmen Syl­vas über ihr Leben und Werk offengelegt, über dramatische Lebensereignisse wie den Tod ihrer Tochter, ihre weitere Kinderlosigkeit und Exilzeit, ihren Missionsgedanken als Landesmutter von Rumänien sowie ihre Überzeugung, als Schriftstellerin im Dienst des neuen Königreiches tätig zu sein. Zeitgenössi­sche Erinnerungsbilder von Carmen Sylva, Ausschnitte aus dem literarischen Werk mit autobiografischen Bezügen, Abbildungen aus den Originalwerken, Zeitdokumente sowie eine reiche Auswahl von Fotografien aus dem Fürstlich Wiedischen Archiv runden diese Biografie ab.